Wie der Narr ins Museum kam Oder Animierte Geschichtsvermittlung…

Der Narr Contz, die Leitfigur des neuen Museums, tritt in verschieden Rollen auf und ist ein ständiger Begleiter durch das Erlebnismuseum

Der Countdown bis zur Eröffnung der Cadolzburg 23. Juni 2017  als dem neuen Schmuckstück der Schlösserverwaltung läuft! Einmal mehr freuen wir uns daher über den heutigen Gastbeitrag der verantwortlichen Kollegen, die derweil vor Ort in Franken das kommende »HerrschaftsZeiten! Erlebnis  Cadolzburg“ vorbereiten. Heut greift Kurator Dr. Sebastian Karnatz zu Stift, um uns zu animieren – und vermerkt folgendes…. Weiterlesen

Gastbeitrag: Das Burgerlebnismuseum Cadolzburg aus der Sicht eines Kurators #HohenzollenWalk

Der Narr Contz, die Leitfigur des neuen Museums, mit einem Streitkolben. Das schlagkräftige Objekt wird als Original in der Ausstellung zu sehen sein.

Heute lehnen wir uns in der Residenz mal wieder entspannt zurück und begrüßen die Gastautoren aus der fränkischen Cadolzburg auf unserem Blog: Nur noch drei Wochen bis zum 23. Juni 2017  wenn in der großen Burganlage die neue Dauerausstellung »HerrschaftsZeiten! Erlebnis  Cadolzburg“ eröffnet wird. Aber was heißt es eigentlich für „Museumsleute“, eine Burg erlebbar zu machen? Welche Herausforderungen, Wünsche und Ziele treiben einen Kurator bei der Entwicklung einer Ausstellung an? Das beantwortet uns im heutigen Gastbeitrag Frau Dr. Piereth, Teil des Kuratoren Teams des Burgerlebnismuseum Cadolzburg, in dem sie uns einen Einblick in ihre Arbeit gibt… Weiterlesen

Ein dynastisches Schwergewicht kehrt zurück – Ludwig der Reiche und die „bronzenen Wittelsbacher“ im Foyer des Herkulessaals

 

Nur zentimeterweise schreitet der hohe Herr voran – die monumentale Bronzestatue Ludwigs d. Reichen während der Versetzung

Ostern ist ja erst ein paar Wochen her, und so hat sicher noch so mancher den alljährlich ausgestrahlten Reigen biblischer Monumentalfilme vor Augen, an ihrer Spitze den unsterblichen Sandalen-Schinken „Die zehn Gebote“ von 1956. Wer kennt nicht die stimmungsvolle Einstiegssequenz unter blutrotem Himmel, in der Hunderte von gepeinigten Sklaven die gigantische Statue des Pharao zum melodischen Schnalzen der Aufseher-Peitschen vom Steinbruch in die Hauptstadt ziehen? Ein wenig an dieses Szenario mögen wir letzte Woche in der Residenz erinnert haben, als die „neuneinhalb bayerische Schuh“, also ca. drei Meter hohe Statue Ludwigs des Reichen, ein 900 Kilo schweres Ungetüm aus vergoldeter Bronze, versetzt wurde. Weiterlesen

Gastbeitrag: Ein Gästebuch für die Cadolzburg – von der spätmittelalterlichen „high society“ und ungeahnten Rechercheergebnissen

Ab diesem Sommer heißt es bei der Schlösserverwaltung: „Hereinspaziert“ in die die Erlebniswelt Cadolzburg!

Heute begrüßen wir mal wieder Gäste im Residenz-Blog – hocharistokratisch und vornehm bleibt es aber selbstredend! Besuch bei uns machen nämlich die Zollern aus der fränkischen Cadolzburg bei Nürnberg, einer der mächtigsten Burganlagen Bayerns. Dort wartet die Schlösserverwaltung ab 23. Juni 2017  mit der neuen Dauerausstellung »HerrschaftsZeiten! Erlebnis  Cadolzburg“ auf und lädt auf rund 1500 m² Ausstellungsfläche zur Zeitreise ins Mittelalter ein. Auf vier Etagen des Alten Schlosses und in der gesamten Kernburg werden die Besucher dann anhand von originalen Objekten, aufwändigen Reproduktionen, Inszenierungen und Medienstationen verschiedene Facetten des Lebens auf einer Herrschaftsburg kennenlernen können.
Einen kurzen Einblick gibt heute schon unsere Kollegin Angelika Merk, die an der derzeit auf Hochtouren laufenden Einrichtung des neuen Museums mitarbeitet. Die Cadolzburg wird also eine echte Museumsperle, die wir auch der aktuellen Blogparade #perlenfischen, die der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern derzeit veranstaltet, nicht vorenthalten wollen!

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Blut, Schweiß und Tränen – in Gold gefasst: Das große Passionsreliquiar aus der Reichen Kapelle

Kein überdimensionales vorösterliches Überraschungsei, aber dennoch voll spannender Dinge: Das Passionsreliquiar der Reichen Kapelle

In den Tagen und Wochen vor den Osterfeiertagen herrscht im Bereich von Tradition und Überlieferung Hochbetrieb: Zum Beispiel machen sich vorwiegend in Frankreich und Italien um diese Zeit die Glocken der Kirchtürme heimlich (und per Flug) auf den Weg nach Rom, und wer jetzt die Nachbarn in West und Süd für ebenso regelmäßige wie leichtgläubige Opfer raffinierter Metalldiebe hält, fasst sich besser an die eigene Nase angesichts der Myriaden künstlerisch versierter Kaninchen, die hierzulande angeblich Eier aus Hühner- oder Schokoproduktion farbig aufpeppen und anschließend zwanghaft in Vorgärten (und Supermärkten) verstecken… Weiterlesen

Glänzender Start in den Tag – Mit vier PS einmal um die Welt!

Sonniger Anblick – Apollonuhr in Raum 56 des Residenzmuseums, Bronzegehäuse gefertigt um 1730, wohl in der Werkstatt von A.-C. Boulle

Endlich – das Warten hat ein Ende. So viele zuversichtlich – und vorsorglich – aufgesetzte Designer-Sonnenbrillen in der Münchner Innenstadt können nicht irren: Der Frühling naht. Die Sonne ziert sich vielleicht streckenweise noch etwas, aber richtig: sie kommt wieder. Wie sie das macht, mit der ihr eigenen Grandezza und doch gleichzeitig unnachahmlich nonchalant, zeigt eines der wundervollsten Stücke in der reichhaltigen Sammlung historischer Prunkuhren in der Residenz. Weiterlesen

Kein Helau, aber großes Hallo! Faschingsvergnügen am barocken Münchner Hof

Februar – Faschingszeit: Ein Datum, das manchen mit Freude, manchen mit Entsetzen erfüllt, damals wie heute – und allen die Frage stellt: Was anfangen mit den tollen Tagen?

Schon einmal haben wir an dieser Stelle über den Münchner Residenz-Fasching des 17. und 18. Jahrhunderts berichtet – und dabei die an den absolutistischen Höfen hoch beliebten „Bauern-Wirtschaften“ etwas genauer unter die Lupe genommen. Tatsächlich aber wurde in den alljährlichen nasskalten Wochen zwischen Weihnachten und Beginn der vorösterlichen Zeit noch viel mehr geboten – und das war auch in mehrerlei Hinsicht bitter nötig. Weiterlesen

Einfach heldenhaft – die Restaurierung der Herkulesgruppen von R. A. Boos

 


 

 

 

Kurz vor Weihnachten hat sich die Residenzfamilie um vier stramme Buben vermehrt – Vorhang auf für die Herkulesgruppen des bayerischen Hofbildhauers Roman Anton Boos aus dem späten 18. Jh., die lange Zeit ein Dasein im Abseits führten und nun mit Mitteln der Strascheg-Stiftung restauriert werden konnten. In ihrem Gastbeitrag berichtet Marion Biesalksi, die betreuende Restauratorin in der Schlösserverwaltung, von dem aufwendigen Projekt… Weiterlesen

Jung gebliebene Göttin verlässt alt-angestammten Platz – Die Venus des Antonio Canova

„Aphrodite die schöne, die züchtige, will ich besingen,/Sie mit dem goldenen Kranz, die der meerumfloßenen Kypros/ Zinnen beherrscht, wohin sie des Zephyros schwellender Windhauch/ Sanft hintrug auf der Woge des vielaufrauschenden Meeres,/ Im weichflockigen Schaum; und die Horen mit Golddiademen/ Nahmen mit Freuden sie auf, und thaten ihr göttliche Kleider/An…“
so wohlklingend übersetzt Konrad Schwenck (1793-1864) das hymnische Lob, das Homer der Göttin der Liebe und Schönheit entgegenbringt: der schaumgeborenen Aphrodite, die die Römer später mit der von ihnen verehrten Venus gleichsetzten, und die dem griechischen Sänger – da blind und so von keinem irdischen Vorbild abgelenkt – besonders lebhaft vor dem inneren Dichterauge vorgeschwebt haben muss!
Es scheint fast, als ob Antonio Canova (1757-1822), der berühmteste klassizistische Bildhauer Italiens, der im frühen 19. Jahrhundert Päpste, Kaiser und Könige mit seinen hoch begehrten Skulpturen erfreute, diese Zeilen gelesen hätte, unmittelbar bevor er sich an den Entwurf „seiner“ Liebesgöttin machte, die heute ihre unsterblichen Reize in der Residenz entfaltet. Weiterlesen

Weihnachtsstress Anno 1750 – die Adventszeit am kurfürstlichen Hof

Stille Nacht, heilige Nacht – ganz ruhig, nur mit der Familie, wie es dieses Gemälde in der Grünen Galerie suggeriert? – nicht in der Residenz….

Weihnachten naht mit Riesenschritten, und wer das festliche Tempo mithalten will, muss selbst langsam in die Gänge kommen, um die vielen, teils angenehmen, teils misslichen Pflichten im Vorfeld der Feiertage noch termingerecht zu erledigen: sei es in Stellvertretung für den vielbeschäftigten Weihnachtsmann Geschenke zu kaufen, sei es, die letzten Bleche mit Plätzchen zu backen, festliche Grüße per Karte, mail oder WhatsApp zu verschicken, oder, oder, oder…

Da mag es als Trost in all dieser Rumrennerei dienen, dass in der guten alten Zeit, die ob ihres angeblich stark entschleunigten Lebensstils alljährlich in den Tagen traditioneller Festlichkeiten gemeinhin hoch im Kurs steht, nichts besser gewesen zu sein scheint – zumindest nicht am bayerischen Hof und in der Münchner Residenz! Weiterlesen

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