Abstecher auf der „Italienischen Reise“ – Goethes Besuch in München, September 1786

Goethe - 1808 schuf der Bildhauer Tieck in Rom diese idealisierte Gedenkbüste für die Walhalla bei Regensburg

Goethe – 1808 schuf der Bildhauer Tieck in Rom diese idealisierte Gedenkbüste für die Walhalla bei Regensburg

„Et ego in Arcadia“: „Auch ich [bin/war] in Arkadien“ – so hat es Goethe der 1816/17 erschienenen Publikation der „Italienischen Reise“ vorangestellt, seinen (redigierten) Erinnerungen an den lang ersehnten Aufenthalt in Rom und Neapel in den Jahren 1786/88,  – wobei die paradiesische Hirtenlandschaft des griechischen Arkadien (im 18. Jh. übrigens ein eher trister Landstrich) symbolisch für Italien als den ewigen Sehnsuchtsort der deutschen Künstler steht. Dabei hätte der berühmte Dichter aber auch gut im Kleingedruckten noch ein „et ego in Monaco“ einschieben können, denn auf der hastigen Hinreise in den Süden besuchte er auch kurz München! Weiterlesen

Monument Men stehen restauriert an der Wand – die Fresken der Hofgartenarkaden

frisch restauriert - die Hofgartenarkaden am Odeonsplatz

frisch restauriert – die Hofgartenarkaden am Odeonsplatz

Rüstige Recken, würdige Weisheitslehrer und da und dort auch eine minnigliche Maid – wer im südwestlichen Abschnitt der Arkaden des Hofgartens promeniert, vielleicht auch nur Schatten oder Schutz vor einem plötzlichen Regenschauer sucht, sieht sich einer mehrere Dutzend Meter langen bayerischen Erfolgsgeschichte gegenüber! Weiterlesen

wie sieht das denn hier schon wieder aus – auf Zeitreise in den Gemälden der Residenz

Die Zeit - hier in Gestalt des Gottes Saturn im Nymphenburger Schlosspark - verschlingt ihre Kinder...

Die Zeit – hier in Gestalt des Gottes Saturn im Nymphenburger Schlosspark – verschlingt ihre Kinder…

Die Zeit bleibt nicht stehen – was heute aussieht wie für die Ewigkeit gemacht, kann sich morgen oder nächstes Jahr schon als Schnee von gestern erweisen – oder sich doch zumindest als deutlich überholungsbedürftig erweisen. Gerade uns als Betreibern eines museal genutzten historischen Gebäudes, das einen kontinuierlichen Sanierungsbedarf aufweist, ist diese Vergänglichkeit auch der wehrhaftesten und monumentalsten Architektur mehr oder minder schmerzhaft bewusst. Weiterlesen

Lustwandeln auf gemalten Pfaden – auf Entdeckungsreise im Miniaturenkabinett…

Blick in das wiederhergestellte Miniaturenkabinett der "Reichen Zimmer" (Raum 62)

Blick in das wiederhergestellte Miniaturenkabinett der „Reichen Zimmer“ (Raum 62)

Im Miniaturenkabinett der Residenz sind in die glänzend rot lackierten, von feinen Goldschnitzereien überdeckten Wände über 120 Kleingemälde eingepasst – juwelenhafte Schätze, die die bayerischen Kurfürsten im 17. und 18. Jahrhundert sammelten und stolz ihren Besuchern präsentierten. Weiterlesen

Fürstlich Feiern mit der Markgräfin Wilhelmine bei den Bayreuther Residenztagen

Schwungvoll die Fetzen fliegen lassen - aber mit Stil: das kann man ideal während der Residenztage Bayreuth!

Schwungvoll die Fetzen fliegen lassen – aber mit Stil: das kann man ideal während der Residenztage Bayreuth!

(Nicht nur die Residenz, auch die anderen von der Schlösserverwaltung betreuten Schlösser,Gärten und Monumente sind einen Besuch wert: Besonders lohnt sich diesen Herbst eine Reise nach Bayreuth zu den dortigen Residenztagen, die wir in unserem Gastbeitrag vorstellen!)

Nicht nur die Wittelsbacher luden einst zu feierlichen Anlässen und Festlichkeiten an ihren Hof, z.B. in die Münchener Residenz – auch die Bayreuther Markgrafen wussten wahrhaft fürstliche Feste zu feiern.
Warum sich also nicht einmal aus München heraus ins schöne Oberfranken begeben und mit der berühmten Markgräfin Wilhelmine und ihrem Hofstaat feiern? Weiterlesen

„Hey, hey, hey, ich war der goldene Reiter“ – Der heilige Georg in der Schatzkammer

St. Georg, wohl nach Entwurf v. F. Sustris zw. 1586 u. 1597, Sockel zw. 1638 u. 1641 umgestaltet

St. Georg, wohl nach Entwurf von F. Sustris zwischen 1586 u. 1597, Sockel zwischen 1638 u. 1641 umgestaltet

Schneidig – im wahrsten Sinne des Wortes – zieht er sein Schwert: Ritter St. Georg im glänzenden, gold-geschmelzten Prunkharnisch, die kristallene Klinge in der erhobenen Rechten, gibt sich seiner Berufung hin, dem Töten von Drachen! Und was für ein Drache! (eigentlich eine Drachenlady, um mit Blick auf die für die junge Schlangenbrut bereiten Zitzen am bleichen Monsterbauch genau zu sein): Grün glänzend wälzt sich das  Ungetüm, schon ziemlich angeschlagen, unter den Hufen von Georgs strahlendweißen Schimmel – ein gerechtes Ende für das geflügelte und geschuppte Ungetüm – wenn es nur nicht so süß schauen würde! Weiterlesen

göttlich und grotesk: Die laufenden Restaurierungsarbeiten im Grottenhof nähern sich einem vorläufigen Abschluss!

Verschleierte Schönheit - die Wandmalereien aus dem späten 16. Jh. in der Grottenhalle der Residenz

Verschleierte Schönheit – die Wandmalereien aus dem späten 16. Jh. in der Grottenhalle der Residenz

„Steter Tropfen höhlt den Stein“ heißt es gemeinhin, und bedeuten soll es, dass beharrliches und geduldiges Arbeiten schließlich zum gewünschten Ergebnis führt. Nun ist das Bild mit dem kontinuierlich fortschreitenden Wasserschaden, der nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten schließlich zur Steinerosion führt, ein für den musealen Bereich vielleicht nicht allzu glücklich gewähltes: Wer heute den im letzten Viertel des 16. Jh. unter Herzog Wilhelm V. (reg. 1597-1597) ausgestatteten Grottenhof der Residenz betritt, wird uns hierin vermutlich zustimmen. Weiterlesen

Auf Phaetons Spuren: Eine Kutsche fliegt ins Marstallmuseum

Heute mal ein Beitrag aus dem Nymphenburger Marstallmuseum von unseren Kolleginnen Magdalena Bayreuther und Mirjam Brandt:

Der Park-Phaeton von Kurfürst Carl Theodor von Pfalz-Bayern bekommt einen neuen Standort im Marstallmuseum

Der Park-Phaeton von Kurfürst Carl Theodor von Pfalz-Bayern bekommt einen neuen Standort im Marstallmuseum

Wie die bayerischen Kurfürsten und Könige alljährlich auch, verlassen wir für diesen Beitrag die Räume der Residenz und begeben uns in die Sommerfrische, nach Schloss Nymphenburg. Dort bot sich Mitte Juni im Stallhof ein Spektakel der besonderen Art. „Kommt `ne Kutsche geflogen…“ dachte sich wohl so mancher zufällig vorbeikommende Mitarbeiter erstaunt beim Anblick eines kleinen Park-Phaetons, der auf einer Spezial-Hebebühne seinen Weg in luftige Höhen antrat. Weiterlesen

Von der Residenz nach Rom – eine Entdeckung in San Sebastiano fuori le mura

Die barocke Fassade der Kirche entstand Anfang des 17. Jh. im Auftrag des Kardinals Scipione Borghese

Die barocke Fassade der Kirche entstand Anfang des 17. Jh. im Auftrag des Kardinals Scipione Borghese

Der heutige Beitrag führt zur Abwechslung einmal nicht in einen beliebten oder unbekannten Winkel der Residenz, sondern wir schließen uns – virtuell – den Pilgerströmen an, die heuer zum heiligen Jahr nach Rom, die ewige Stadt, ziehen. Und zwar konzentrieren wir uns unter den zahlreichen Anziehungspunkten für Betende und Touristen auf einen, der etwas außerhalb des alten Stadtzentrums zu finden ist, auf die an der Via Appia gelegene Kirche San Sebastiano fuori le mura, eine der sieben großen Pilgerkirchen Roms.

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