Goldene Verlockung: Wie der Blick auf die Uhr zur Gewissensfrage wird…

Mit einem Schwung seiner goldenen Flügel senkt sich der junge Mann herab, um dem Mädchen vor ihm, statt sich lange mit Reden aufzuhalten, ein flatterndes Spruchband mit einer Botschaft zu überreichen. Sie nimmt es mit der rechten Hand entgegen, während sie auf der linken ein Täubchen balanciert. Das Paar umwirbelt eine schimmernde, fließendweiche Wolke, Rosen ranken sich um sie und – ach ja – die Zeit wird auch angezeigt, denn eigentlich handelt sich hier um eine Uhr…
 


Tischuhr aus vergoldeter Bronze und Alabaster, um 1780; Maße: 40 x 32 x 13 cm", Residenzmuseum, Raum 102


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Multitasking – schauen, hören und zwitschern: „Twittern im Residenzmuseum“

Ein Treffen der besonderen Art fand am Freitag, den 21.10.11 im Residenzmuseum  statt – das 4. Tweetup von „aufbruch.museen und web2.0“. Nach dem Deutschen Museum, dem Haus der Kunst und dem Stadtmuseum Penzberg waren also wir die Nächsten in der neuen, für Museen noch ungewöhnlichen Veranstaltungsreihe. Was ist aber eigentlich ein „Tweetup“?

Twitterer und Museumsreferent in Aktion: die Faszination der Grünen Galerie.

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Wenn es mal schnell gehen muss – Brandbekämpfung Anno 1729

Dass im Museum Feuer ausbrechen könnte, ist der Albtraum jeder Verwaltung und jedes Konservators. Die Münchner Residenz hat in ihrer wechselvollen Geschichte viele Brände erlebt – und auch überstanden. Einstige Bauherren nutzten das Unglück sogar, das Schloss im Anschluss zu modernisieren und neu auszustatten.

So gesittet präsentiert sich das Feuer nur in der allegorischen Barockmalerei: Der Gott Vulkan als Verkörperung des Elements Feuer, Deckengemälde von Giovanni Trubillio in den Steinzimmern der Residenz, um 1695


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Zwischen Infostand und Rokokopracht: Eindrücke eines Münchner Schülers von der Residenzwoche 2011

Einen Tag lang verstärkte Neven Denhauser unser Infostand-Team im Vorfeld der Residenzwoche 2011. Mit großem Engagement vermittelte der 15jährige Schüler aus München unseren Besuchern die beliebten Themenführungen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für diese Mithilfe! Hier nun also sein Fazit über einen Tag Museumsarbeit in der Residenz:

Ich war schon öfters in der Residenz, sah bereits 100-mal jene Prunkräume, die Schatzkammer und die verschiedene Ausstellungen. Doch am 03. Oktober sollte ich diesen wunderbaren Palast auf eine vollkommen andere Art und Weise kennen lernen. Ich arbeitete am Infostand, um interessierten Frauen und Männern Tickets wie auch Informationen zu geben.

Nevens Blick ins Miniaturenkabinett der Reichen Zimmer.

Die Residenzwoche 2011 aus der Sicht unserer Volontärin

Mein erster Arbeitstag in der Residenzwoche begann mit einer kurzen Einweisung am Infostand; was findet sich wo, und ich gestehe, dass mir kurz der Gedanke durch den Kopf schoss: Hoffentlich verlaufe ich mich nicht! Denn abseits des bekannten Rundganges gibt es tausend Türen, welche – sonst verschlossen – ungeahnte Abkürzungen und Verbindungen offenbaren.

Unsere Volontärin Katharina Schwinn erklärt unseren Besuchern den Ablauf der Residenzwoche.

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Lifestyle auf dem Präsentierteller

Viel Licht, Goldglanz und reflektierende Kristalllüster, noble Gemälde an den grün bespannten Wänden und edelste Schaustücke auf Tischchen und Boden – so präsentierte sich die Galerie des Paradeappartements von Kurfürst Karl Albrecht (1726-45) der feinen Gesellschaft. Wer sich bei den höfischen Abendveranstaltungen in diesem „Spazier-Sahl“ tummelte, konnte damals zwischen den Fenstern sechs vergoldete Tischchen sehen.

Surtout mit Teeservice, Meißen, bemalt von Johann Gregorius Höroldt. Tafelaufsatz, vergoldetes Silber, angefertigt vom Augsburger Goldschmied Johann Engelbrecht, zwischen 1729 und 1733.


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Auch ein schöner Rücken kann entzücken… Die Untersuchung der historischen Rahmen bietet spannende Erkenntnisse

Goldschimmernd und prachtvoll, elegant verziert und mit edler Anmutung präsentieren sich die Rahmen, die François Cuvilliés für die Wände der Grünen Galerie gestaltet hat – auf der Vorderseite. Die Rückseite wirkt da deutlich karger:


Vorne großes Theater, hinter den Kulissen tristes Braun in Braun? Weit gefehlt, die Rückseiten der historischen Rahmen erzählen komplexe Geschichten...


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Marathonlauf, Restauratoren und Kunsthistoriker – eine Ausstellung wird aufgebaut

Wenige Tage noch bis zur Neueröffnung der Grünen Galerie und dem Beginn der Residenzwoche (08.10.-16.10.2011). Wie beim Marathonlauf sehen wir endlich die Ziellinie vor uns. Die Ärmel werden hochgekrempelt, alte Kleidung angezogen und der Endspurt eingeläutet.

Dreieck, bunte Reihe oder lieber frei schwebend? Die Platzierung der Miniaturen in ihrer Vitrine wird erprobt (die endgültige Entscheidung bitte vor Ort bewundern…)

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Variable Gesprächsrahmen – wie virtuose Schnitzkunst den Dialog befördert….

Golden schimmernd ringelt sich eine gezackte Akanthusranke eine vielfach profilierte Leiste entlang, bevor sie in zart gravierte ornamentale Muster ausläuft. Eine zweite hebt sie von ihrem sorgfältig beschnitzten Untergrund ab, rollt sich wie eine Schlange zusammen und löst diese Spannung dann in einer Reihe von gegenläufigen C-Schwüngen auf. Diese setzen sich zusammen zur bewegten Kontur einer breiten Kartusche, in deren Mitte wiederum die plastische Form einer stilisierten Muschel sitzt – und so weiter…  

Geschnitzte Kartusche eines der Cuvilliés-Rahmen

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Wichtig ist, dass alles in einem gepflegten Rahmen stattfindet….

Dass die Rahmung eines Gemäldes dessen Wirkung in hohem Maße mit beeinflusst, ist inzwischen fast schon eine Binsenweisheit. Daher ist es eigentlich erstaunlich, wie lange dieser Faktor relativ wenig beachtet wurde. Oft als reines, wenn auch unverzichtbares Beiwerk erachtet, sollte die Rahmung häufig bloß nicht von dem Werk, das sie umschloss, ablenken und trat daher so weit wie möglich zurück.

Der passende Rahmen für was? Probehängung eines der imposanten Prunkrahmen in der Grünen Galerie

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