Bayernherzog tritt aus dem Schatten: Arnulf der Böse schaut wieder grimmig.

Die Vorbereitungen laufen in der Residenz für den – hoffentlich dauerhaften – Besuch hoher Gäste, die in einigen Monaten erwartet werden: Es handelt sich um die Darstellungen zweier früher Bayernherrscher mit klingenden, aber den meisten wohl unbekannten Namen: Herzog Arnulf I. der Böse und Otto II. (oder III., das kommt auf das Zählsystem an) von Scheyern.
 

noch ist wenig zu erkennen, aber hinter dem dichten Grauschleier wartet Bayernherzog Arnuf (reg. 907-9037) auf seinen Auftritt.


 
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Besinnlich ist das nicht – Winterdarstellungen in der Residenz, Teil 1

Für unser Museum neigt sich ein ereignisreiches, mitunter turbulentes Jahr seinem Ende entgegen: Wir konnten die Wiedereröffnung der Grünen Galerie feiern und viele Tausend Besucher während der Residenzwoche empfangen. Es galt die neue Präsentation der vergoldeten Bronzen zu organisieren und auch sonst ist uns mit Restaurierungen, Führungen und sonstigen Veranstaltungen kaum langweilig geworden. Schließlich rummelt, silberglöckchenklingelt und duftet noch das alljährliche Weihnachtsdorf im ehrwürdigen Geviert des Kaiserhofs.

repräsentativ (aber nicht so weihnachtlich) - Die unter Maximilian I. errichteten Kaiserhoftrakte der Residenz alltags


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Mittelalter-Popstar wartet auf seine Zeit – Die Konradinsuhr aus dem Festsaalbau

Mit elegischem Lächeln lehnt sich der junge Mann mit gekreuzten Armen an die große geschwungene Harfe neben ihm. Die strumpfbehosten Beine und das Liliendiadem auf den gewellten Haaren erinnern an Figuren mittelalterlicher Kirchenportale und stehen in einem merkwürdigen Gegensatz zu dem Uhrgehäuse auf der die kleine vergoldete Bronzefigur thront und das mit Ornamenten verziert ist, die sich aus der Antike herleiten. Es ist ein hübscher Anblick, wie der gekrönte Sänger lässig die Beine übereinanderschlägt, aber eigentlich wird hier eine tragische Geschichte erzählt:

Die Uhr aus vergoldeter Bronze mit der Gestalt des Konradin kann im Raum 102 des Residenzmuseums bewundert werden

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Giftiger Glanz. Der hohe Preis, den die Herstellung von Goldbronzen fordert…

Seit Oktober ist das Residenzmuseum um eine Attraktion reicher: in unmittelbarer Nachbarschaft zu den reichhaltigen Beständen der Silbersammlung präsentieren wir kunstvolle Objekte aus einem weiteren edlen Metall: feuervergoldete Bronzen. Im Dämmerlicht des abgedunkelten Raums leuchten die über zwanzig Uhren und Leuchter, von Spots angestrahlt, magisch auf. Wesentlichen Anteil an der opulenten Wirkung hat die glänzende Vergoldung.
 

Blick in die neue Ausstellung


 
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Goldene Verlockung: Wie der Blick auf die Uhr zur Gewissensfrage wird…

Mit einem Schwung seiner goldenen Flügel senkt sich der junge Mann herab, um dem Mädchen vor ihm, statt sich lange mit Reden aufzuhalten, ein flatterndes Spruchband mit einer Botschaft zu überreichen. Sie nimmt es mit der rechten Hand entgegen, während sie auf der linken ein Täubchen balanciert. Das Paar umwirbelt eine schimmernde, fließendweiche Wolke, Rosen ranken sich um sie und – ach ja – die Zeit wird auch angezeigt, denn eigentlich handelt sich hier um eine Uhr…
 


Tischuhr aus vergoldeter Bronze und Alabaster, um 1780; Maße: 40 x 32 x 13 cm", Residenzmuseum, Raum 102


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Multitasking – schauen, hören und zwitschern: „Twittern im Residenzmuseum“

Ein Treffen der besonderen Art fand am Freitag, den 21.10.11 im Residenzmuseum  statt – das 4. Tweetup von „aufbruch.museen und web2.0“. Nach dem Deutschen Museum, dem Haus der Kunst und dem Stadtmuseum Penzberg waren also wir die Nächsten in der neuen, für Museen noch ungewöhnlichen Veranstaltungsreihe. Was ist aber eigentlich ein „Tweetup“?

Twitterer und Museumsreferent in Aktion: die Faszination der Grünen Galerie.

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Wenn es mal schnell gehen muss – Brandbekämpfung Anno 1729

Dass im Museum Feuer ausbrechen könnte, ist der Albtraum jeder Verwaltung und jedes Konservators. Die Münchner Residenz hat in ihrer wechselvollen Geschichte viele Brände erlebt – und auch überstanden. Einstige Bauherren nutzten das Unglück sogar, das Schloss im Anschluss zu modernisieren und neu auszustatten.

So gesittet präsentiert sich das Feuer nur in der allegorischen Barockmalerei: Der Gott Vulkan als Verkörperung des Elements Feuer, Deckengemälde von Giovanni Trubillio in den Steinzimmern der Residenz, um 1695


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Zwischen Infostand und Rokokopracht: Eindrücke eines Münchner Schülers von der Residenzwoche 2011

Einen Tag lang verstärkte Neven Denhauser unser Infostand-Team im Vorfeld der Residenzwoche 2011. Mit großem Engagement vermittelte der 15jährige Schüler aus München unseren Besuchern die beliebten Themenführungen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für diese Mithilfe! Hier nun also sein Fazit über einen Tag Museumsarbeit in der Residenz:

Ich war schon öfters in der Residenz, sah bereits 100-mal jene Prunkräume, die Schatzkammer und die verschiedene Ausstellungen. Doch am 03. Oktober sollte ich diesen wunderbaren Palast auf eine vollkommen andere Art und Weise kennen lernen. Ich arbeitete am Infostand, um interessierten Frauen und Männern Tickets wie auch Informationen zu geben.

Nevens Blick ins Miniaturenkabinett der Reichen Zimmer.

Die Residenzwoche 2011 aus der Sicht unserer Volontärin

Mein erster Arbeitstag in der Residenzwoche begann mit einer kurzen Einweisung am Infostand; was findet sich wo, und ich gestehe, dass mir kurz der Gedanke durch den Kopf schoss: Hoffentlich verlaufe ich mich nicht! Denn abseits des bekannten Rundganges gibt es tausend Türen, welche – sonst verschlossen – ungeahnte Abkürzungen und Verbindungen offenbaren.

Unsere Volontärin Katharina Schwinn erklärt unseren Besuchern den Ablauf der Residenzwoche.

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