Willkommene Virenschleuder – so gefällt uns die Erkältungszeit oder: Was Viren, die Frankfurter Buchmesse und Lustwandeln miteinander zu tun haben

Um uns herum niest und hustet es – Viren umgeben uns aller Orten, während wir geduckt unter dem Regen durchlaufen und sich so mancher, der herrlichen Laubfärbung zum Trotz, nach dem Frühling sehnt. Die Erinnerung an das Frühjahr ist schon etwas verblasst. Bei uns in der Schlösserverwaltung leuchtet sie jedoch gerade wieder auf, schöner als die schönsten Herbstfarben. Der Grund?

So war's im Frühling: Das Gartenparterre von Schloss Nymphenburg

So war’s im Frühling: Das Gartenparterre von Schloss Nymphenburg

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Reinen Tisch machen – was von der Verlobung des Märchenkönigs übrig blieb…

Kam diese Trennung überraschen? - das offizielle Verlobungsfoto von Hofotograf J. Albert

Kam diese Trennung überraschend ? – das offizielle Verlobungsfoto von Hofotograf J. Albert

7. Oktober 1867: Der Münchner Herbst beginnt mit einem zünftigen Prominenz-Skandal: König Ludwig II. löst die seit Januar unlustig vor sich hin dümpelnde Verlobung mit seiner Kusine, Prinzessin Sophie in Bayern (das „in“ ist hier nicht geographisch gemeint, sondern bezeichnet die Nebenlinie der Familie, um sie vom regierenden Hauptzweig des Hauses Wittelsbach zu unterscheiden).

 

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Freudenfeuer findet nicht statt – Barocke Festspektakel am Münchner Hof

...aber schon im 17. Jh. wurde dem Münchner Herbst-Touristen allerhand Spektakuläres geboten: Stich der Bühnendekoration der Oper "Fedra Incoronata" im Salvatortheater, 1662

…aber schon im 17. Jh. wurde dem Münchner Herbst-Touristen allerhand Spektakuläres geboten: Stich der Bühnendekoration der Oper „Fedra Incoronata“ im Salvatortheater, 1662

Wenn Petrus, den man sich hierzulande ja eh‘ als freundlichen Grantler vorstellt, mitspielt, kann der September der schönste Monat im Münchner Jahr sein: Der dann tatsächlich oft vorschriftsmäßig weißblaue Himmel strahlt mit ozongesättigter Intensität auf Menschen, Sehenswürdigkeiten und Alpenpanorama herab und die laue Luft trägt Blasmusik heran – denn das Oktoberfest beginnt mit dem festlichen Einzug der Wiesn-Wirte.

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Träumen und schwitzen unter Glas: Der Wintergarten Ludwigs II.

Blick auf den östlichen Teil des Wintergartens mit dem maurischen Kiosk, historische Aufnahme von J. Albert 1870/80

Blick auf den östlichen Teil des Wintergartens mit dem maurischen Kiosk, historische Aufnahme von J. Albert 1870/80

In weiten Teilen Deutschlands soll die aktuelle Hitzewelle ja im Laufe des Tages – zumindest vorläufig – enden. Zeit also, sich von der Bastmatte am sonnigen Isarstrand zu erheben und nach Plätzen zu fahnden, wo, geschützt vor Regen und Wind, der Sommer weitergehen und das Grillgut noch brutzeln kann…
Leider steht der schönste Schauplatz eines solchen ewigen August im Münchner Stadtzentrum seit vielen Jahrzehnten nicht mehr zu Verfügung. Gemeint ist der berühmte Wintergarten Ludwigs II. Weiterlesen

„Ja wo laufen sie denn?“ – der Vier-Schimmel-Saal der Residenz, ein rätselhafter Name und ein göttliches Programm

VierschimmelsaalZu den wenigen gänzlich von Grund auf rekonstruierten Räumen der Residenz gehört neben dem großen, häufig für Konzerte und Veranstaltungen genutzten Kaisersaal am Hofgarten auch der westlich an diesen anschließende Vierschimmelsaal. Erbaut und eingerichtet wurden sie beide ursprünglich im ersten Viertel des 17. Jh. Übrigens ist hier einmal nicht die umfängliche Zerstörungskraft des Weltkriegs Ursache für den Untergang eines frühbarocken Raumkunstwerks,
sondern die Baulust des frühen 19. Jh. Weiterlesen

„…dergleichen Parücken-Seculum, worinnen wir leben, findet sich in keinen vorigen Zeiten!“

So wundert sich 1743 der Jurist und Historiker Johann Peter von Ludewig. Und tatsächlich ist unser Bild vom 17. und 18. Jahrhundert fast etwas getrübt von dem ganzen Reis- und Weizenpuder, der von den in kunstvolle Locken gelegten falschen Haaren stäubt, die Herren und Damen auf den Porträts des Barock und Rokoko auf ihren Köpfen balancieren.

Herr und Höfling - gleichermaßen der Mode untertan... Bildnis des Kurfürsten Max III. Joseph und des Grafen Seeau oder Salern mit modischen Zopfperücken, G. Desmarées, 1755, Residenzmuseum

Herr und Höfling – gleichermaßen der Mode untertan… Bildnis des Kurfürsten Max III. Joseph und des Grafen Seeau oder Salern mit modischen Zopfperücken, G. Desmarées, 1755, Residenzmuseum

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„Ich will selbst schauen, kein Schauobjekt sein!“ – die Separatvorstellungen für Ludwig II.

Der Schauplatz: Das alte Residenz- oder Cuvilliés-Theater wie es Ludwig II. kannte

Der Schauplatz: Das alte Residenz- oder Cuvilliés-Theater wie es Ludwig II. kannte

 

„Das Empfangszimmer der Gräfin du Barry. Rechts im Hintergrund ein äußerst prächtiges Ruhebett. – Bedienter (reißt die Tür auf): „Der Marschall Herzog von Richelieu“ – Der Herzog von Aguillon: „Das wusste ich wohl, dass mein venerabler Herr Onkel nicht auf sich warten lassen würde…“ – Mit diesen Textzeilen, die mitten in die umtriebige Arbeits- und Lebenswelt der letzten Mätresse Ludwigs XV., der Gräfin du Barry, nämlich deren sündiges Schlafzimmer am Hof von Versailles, führen, beginnt am 6. Mai 1872 die erste der berühmten Separatvorstellungen für König Ludwig II. Weiterlesen

Frühlingserwachen mit #Lustwandeln zur App „Schlosspark Nymphenburg“

Was für ein Titel: „Frühlingserwachen mit #Lustwandeln zur App „Schlosspark Nymphenburg“? Das werden Sie sich vielleicht zu Recht fragen. Schlummerte unsere App den Winter über im Dornröschenschlaf, so weckte sie der Frühling mit strahlender Kraft. Nun, wir halfen natürlich ein bisschen nach. Am 19. April organisierte die Schlösserverwaltung mit den Kulturkonsorten den „Tweetwalk – Auf den Spuren Englischer Landschaftsgärten im Schlosspark Nymphenburg“. Schon wieder ein seltsamer Begriff „Tweetwalk“ – was ist das?

Lustwandeln

Ent- oder beschleunigen? Lustwandeln mit Smartphone im Nymphenburger Schlosspark.


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Rauchende Trümmer am Tag danach…

Blick in die barocken Steinzimmer im Westen der Residenz

Blick in die barocken Steinzimmer im Westen der Residenz

Wer heute durch die in jahrelanger Arbeit wiederhergestellten Stein- oder Kaiserzimmer geht, die sich entlang der Residenzstraße im westlichen Obergeschoss unserer Schlossanlage erstrecken, wird immer wieder auf die Spuren der Kriegszerstörung hingewiesen, die diesen Bereich der Residenz im April 1944 besonders schwer getroffen hat:
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